Heizkosten einsparen

Sie möchten nachweislich unnötige Kosten einsparen?

Sie wollen erfolgreich mehr Geld zur Verfügung haben?

Sie versuchen aktiv die Umwelt zu unterstützen?

Gerade bei den steigenden Energiekosten ist es umso vernünftiger Kosten einzusparen. Vielen Kosten beeinflussen wir selbst und können daher die Stellschraube drehen. Hier habe ich für Sie einige Tipps zur Heizkosteneinsparung zusammengestellt.

1. Passen Sie die Heiztemperatur in den verschiedenen Räumen an

Wohnräume in denen Sie sich oft oder hauptsächlich aufhalten kommen mit einer Zimmertremperatur von 20°C aus. In Kinderzimmern wird gespielt, gelacht und auch mal geschlafen dort darf die Temperatur 22°C betragen. Wenn Sie frisch aus dem Bett aufgestanden sind freuen Sie sich auf ein 23°C angenehm warmes Badezimmer. Zum Schlafen und kochen darf es gerne etwas kühler sein. In diesen Zimmern empfehle ich  eine Temperatur von 15°C bis 16°C.

In Räume wie z. B. in einem Gästezimmer können Sie die Temperatur für die ungenutzte Zeit auf 15°C einstellen. Unter 15°C sollte die Temperatur nicht sinken. Sie können die Temperaturen für ein paar Wochen so einstellen und testen.

2. Lassen Sie die Räume nicht auskühlen oder beheizen Sie diese zu stark

Wenn die Räume zu stark auskühlen dauert es sehr lange und benötigt viel Energie um sie wieder auf Temperatur zu bringen. Daher emfpehle ich Ihnen die Raumtemperatur nicht unter 12°C fallen zu lassen. An kalten Wänden kann sich schnell Schimmel bilden. Wenn der Schimmel erst mal da ist, ist es schwierig und kräftezehrend ihn wieder los zu werden. Eher tendiere ich ungenutzte Räume mit einer Temperatur von 15°C zu beheizen.

Werden Räume zu sehr beheizt spart das keine Koste ein. Zudem sinkt durch die Wärme die Luftfeuchtigkeit in den Räumen. Das hat zur Folge, dass Ihre Atemwege, Binde- und Schleimhäute austrocknen. Dies bewirkt eine höhere Anfälligkeit für Krankheiten und Infekten.

3. Sie müssen auch im Urlaub heizen

Wenn Sie einen Kurzurlaub von ein paar Tagen machen z. B. 1-3 Tage dann reicht es wenn Sie die Heizkörper mit 15°C die Räume beheizen lassen. Sind Sie länger unterwegs empfehle ich Ihnen einen Raumtemperatur von 12°C.

4. Platzieren sie die Heizkörper an den richtigen Stellen

Meistens werden Sie beobachten können, dass Heizkörper direkt unter die Fenster platziert wurden. Das ist genau richtig! Werden Heizkörper unter den Fenstern oder in der Nähe von Fenstern angebracht hat das eine bessere Zirkulation der Luft zur Folge. Die warme Raumluft kühlt an den Fenstern ab und fällt nach unten vor die Heizung, dort wird die nun kalte Luft wieder erwärmt und steigt hoch. Durch die Luftzirkualtion fühlt sich der Raum für Sie wärmer an und Sie müssen die Heizung nicht weiter aufdrehen.

Weiter gilt zu beachten die Heizkörper sollten min. genauso breit wie die Fenster sein und die Außenwände hinter den Heizkörpern gut gedämmt.

Wenn Sie nachrüsten möchten, können Sie die Wand hinter dem Heizkörper mit Dämmstoffplatten oder mit einer Heizkörper-Reflexionsfolie verkleiden. Die reflektierende Folie ist mit Aluminium beschichtet, sie isoliert und reflektiert die Wärme. Wichtig ist, dass Sie genügend Platz zwischen Heizkörper und Wand lassen, damit die Luft zirkulieren kann. Wenn Sie den örtlichen Handel unterstüzen möchten können Sie die Reflexionsfolie Im Baumarkt kaufen. Beim Anbringen sollten Sie darauf achten, dass die beschichtete Seite zum Heizkörper zeigt und die Wand von z. B. Spinnenweben gesäubert wurde. Das Andrücken geht leichter mit einer Bürste oder einem Besen. Nutzer berichten, dass die Folie die Raumtemperatur um 1°C bis 2°C erhöht hat.

Die Maßnahmen können nur wirken wenn Sie die Heizkörper frei lassen. Stellen Sie keine Möbel, Sitzgruppen oder Sessel davor. Ebenfalls sollten dicke Gardinen und Vorhänge seitlich runter hängen und nicht den Heizkörper verdecken. Wenn der Heizkörper zugestellt wird, dann behindert das die Luftströmung und führt zu einem Wärmestau.

5. Programmierbare Thermostate helfen Ihnen bei der automatischen Temperatur-Anpassung

Thermostate sind sehr praktisch, sie haben ein elektronisches Thermostatventil. Das sorgt dafür, dass sich die Temperatur automatisch an den Heizkörpern zu vorher definierten Uhrzeiten anpasst. Wer zum Beispiel morgens gerne ein warmes Badezimmer hat, kann das Gerät so einstellen, dass die Heizung schon vor dem Aufstehen anspringt. Beim Verlassen des Hauses kann sie wieder herunterfahren, um dann kurz vor der Rückkehr der Bewohner, wieder hochzufahren. Am Wochenende können Sie andere Uhrzeiten definieren als unter der Woche.

Viele Thermostate erkennen, wenn gelüftet wird und schalten die Temperatur für diese Zeit runter. Genauso können diese Thermostate fühlen, wenn der Raum zusätzlich von einer anderen Heizquelle erwärmt wird. Bei der Anschaffung von Thermostatventilen sollent Sie nicht nur auf den Preis achten sondern auch auf die (einfache) Programmierung.

6. Denken Sie an ein regelmäßiges Entlüften der Heizkörper

Sobald Sie ein Gluckern im Heizkörper hören ist es Zeit, Ihren Heizkörper zu entlüften. Das Gluckern signalisiert Luft im Heizkörper. Das führt dazu, dass der Heizkörper nicht mehr komplett warm wird. Ihnen geht Heizkraft verloren. Ich empfehle Ihnen einmal im Jahr bevor die Heizperiode beginnt die Heizkörper zu entlüften.

7. Nutzen Sie Ihren Holzofen

Ein Holzofen kann bei Ihnen nicht nur für warme Kaminabende sorgen. Die Wärme eines Holzofens dringt viel mehr in den eigenen Körper ein und wärmt von innen.

Bitte verbrenenn Sie nur trockenes naturbelassenes Holz, das Holz darf weder behandel noch beschichtet sein. Beim Anheizen müssen Sie darauf achten, dass das Holz richtig heiß werden kann. Daher nutzen Sie zum Anzünden gespaltenes Holz oder Holzanzünder. Ebenso dürfen Sie nicht zu viel oder zu dicke Holzscheide reinlegen. Wird der Ofen nicht richtig heiß können schädliche Gase entstehen. Eine gute Luftzufuhr ist ebenfalls sehr wichtig.

8. Ein Deckenventilator sorgt bei Ihnen für die Luftzirkulation

Die Luft zierkuliert sobald es Temperaturunterschiede gibt. Warme Luft steigt hoch und kalte fällt hinunter. Nur wie kommt die warme Luft wieder von der Decke runter? Sie können einen Deckenventilator zur Hilfe nehmen. Dieser drückt die warme Luft wieder nach unten und somit erwärmt sich die kalte Luft am Boden. Ein weiterer Nebeneffekt: Die Wohnung über Ihnen, heizen Sie nicht mehr mit.

9. Der richtige Wärmekick gibt Ihnen ein Teppich

Sie werden Räume als wärmer empfinden sobald Sie in Ihnen Teppich oder Läufer auslegen. Heutzutage verlegen viele Eigentumbesitzer Fliesen, Stein- oder Holzböden. Im Vergleich fühlen sich Räume mit Teppichen 2°C wärmer an. Das hat zur Folge, dass die Heizung nicht höher gestellt wird.

10. Richtiges Lüften hilft Ihnen Kosten zu senken

Sie sollten Ihre Fenster zwei mal am Tag für jeweils 10 Minuten komplett öffnen. Beim Lüften auf Durchzug achten, damit die Luft sich wirklich ausgetauscht hat. Während Sie lüften bitte die Thermostate herunterdrehen. Manche Thermostate erkennen ganz von selbst ob gerade gelüftet wird und stellen automatisch die Temperatur herunter.

Kontaktieren Sie uns

11. Im Schlaf können Sie Heizkosten sparen

Damit die warme Luft in der Wohnung oder dem Haus bleibt, sollten Sie die Fenster schließen, Gardinen zuziehen und die Rolläden runterfahren. Wenn Sie zusätzlich die Temperatur nachts von 20°C auf 17°C drosseln sparen Sie bei Altbauten laut Verivox 5% bis 10% an Heizkosten. Im Schnitt heizen Sie 220 Tage im Jahr, das ist eine Ersparnis von 220 Kubikmetern Erdgas.

12. Schließen Sie die Türen zwischen den Räumen

Wenn Sie die Türen zu den wenig beheizten Räumen schließen, können Sie ebenfalls Heizkosten sparen. Die Türen zu schließen helfen nicht nur die warmen Räume am auskühlen zu hindern sondern verhindert auch die Schimmelbildung.

Morgens hingegen sollten Sie das Schlafzimmer gut lüften und die entstandene Feuchtigkeit entweichen lassen.

13. Decken Sie Schwachstellen auf

Typischerweise müssen in Altbauten die meisten Rolladenkästen nachgedämmt werden. Oftmals zieht durch die Rolladenkästen kalter Wind bzw. Luft in die Räume. Sie können weiche Dämmatten an der Innenseite der Kästen ankleben. Auch Heizkörpernischen haben oftmals dünnen Außenwände, auch hier sollten Sie nachdämmen.

Sie können durch das Nachdämmen Schimmelbildung entgegenwirken und verhindern.

14. Vermeiden Sie Wärmeverluste

Eine Fassadendämmung hält Hitze sowie Kälte draußen. Die Wände bleiben trocken und es tritt kein Schimmel auf. Sie können von außen oder von innen dämmen.

Eine gute Sparmaßnahme ist die Heizungsrohre mit einer Schaumstoffummantelung zu dämmen. Gerade in den unbeheizten Räumen wie Keller entsteht ein hoher Wärmeverlust. Diese Dämmaßnahmen können Ihnen bis zu 8% Ersparnis bringen.

Eine doppelte Verglasung an den Fenstern hilft nicht viel wenn der Rahmen Zugluft durch lässt. Fenster können Sie mit aufklebbare Isolierbänder nachrüsten. Immerhin hat diese Maßnahme ein Einsparpotential von bis zu 30%.
Türen lassen sich mit aufklebbaren Schaumstoffstreifen abdichten. Kommt bei Ihnen unter der Tür Luft rein, dann können Sie eine Bürstendichtung am Türblatt anbringen oder einen Zugluftstopper vor die Tür legen.

15. Lassen Sie Ihre Heizungsanlage regelmäßig warten

Eine jährliche Wartung bringt Ihnen 5% Ersparnis ein. Sollte der Brenner nicht korrekt eingestellt sein hat er einen höheren Energiebedarf als nötig.

Ein Experte reinigt Filter und Düsen bei Ölheizkesseln und schaut nach, ob alle Komponenten miteinader funktionieren. Zusätzlich werden die Sicherheitsfunktionen Ihrer Heizanlage überprüft.

Ein Heizungswartungsvertag ist oftmals günstiger als einzelne Wartungen zu beauftragen.

Sollte Ihre Heizungspumpe ein älteres Modell (10 Jahre und älter) sein, dann könnte sich ein Austausch lohnen. Moderne Modelle passen ihre Leistung dem tatsächlichen Bedarf an. Das hat zur Folge, dass ca.100 kW Stunden pro Jahr gespart werden. Dies entspricht einer Ersparnis von ca. 130 €.

Nach dem Austausch der Heizungspumpe sollte ein Experte den hydraulischen Abgleich vornehmen.

16. Denken Sie über einen hydraulischen Abgleich nach

Ein hydraulischer Abgleich kann Ihnen bis zu 15% Leistungssteigerung bringen. Dies ist möglich da sich die Vorlauftemperatur senkt und die Umwälzpumpe dadurch weniger Strom benötigt.

Voraussetzung: An den Heizkörpern müssen Thermostatventile mit entsprechende Voreinstellungen für den Abgleich vorhanden sein.

17. Sie können Kosten sparen durch eine niedrigere Heiztemperatur

Die Wohlfühlwärme wird durch viele Faktoren beeinflusst: Isolierung der Wände, das eigene Wärmeempfinden, die Größe der Räume und die Qualität sowie das Alter der Heizungsanlage. Durch Dämmung der Leitungsrohre vermeiden Sie einen weiteren Wärmeverlust.

Technisch moderne Anlagen kommen mit einer geringeren Vorlauftemperatur aus als ältere Anlagen. In früheren Zeiten waren Vorlauftemperaturen von 90°C gewöhnlich. Heute ist eine Vorlauftemperatur von 55°C normal. Fußbodenheizungen kommen sogar mit einer noch niedrigeren Vorlauftemperatur von 35°C aus.

Bei Neubauten macht es Sinn die Vorlauftemperatur zu überprüfen. Die meisten Handwerker stellen diese zu hoch ein, da sie möchten, dass der neue Eigenheim-Besitzer die Temperaturen als warm genug empfindet.

Die Vorlauftemperatur bezeichnet den Wärmegrad des Heizmittels (Wasser), wenn es in die Rohre der Heizung fließt. Rücklauf bezeichnet die umgekehrte Richtung, wenn das Wasser aus der Heizung fließt.

18. Prüfen Sie ob Sie Ihre Umwälzpumpe über den Sommer abschalten können

Moderne Heizungsanlagen schalten sich automatisch über die Sommermonate ab. Sehr oft wird auch die Umwälzpumpe mitabgeschaltet. Wenn Sie im Sommer Ihre Heizungsanalge manuell abschalten, sollten Sie auch die Umwälzpumpe abschalten. Natürlich geht das nur wenn Ihre Umwälzpumpe nicht gleichzeitig für den Heizungs- und den Wasserkreislauf zuständig ist.

Die Zirkulationspumpe lassen Sie bitte angeschaltet, damit weiterhin schnell warmes Wasser aus dem Wasserhahn läuft.

19. Verwenden Sie moderne Baustoffe

Bei einem Neubau sollten Sie nur Material verwenden, dass Ihnen in der Zukunft einen niedrigeren Energieverbrauch garantiert. So halten zum Beispiel Ytong und Kalksandstein-Konstruktionen im Zusammenspiel mit Vakuum-Isolations-Paneelen oder KS-Quadro-Aquatherm den Energieverbrauch von Anfang an niedrig.

20. Nutzen Sie kostenlose Umweltenergie

Die Warmwasserbereitung benötigt ca. 90% der verbrauchten Energie. Integrieren Sie Anlagen, die kostenlose Energiequellen nutzen, wie z. B. Sonnenkollektoren oder Wärmepumpen. Selbst wenn die Sonne nicht scheint reicht es aus um aus der Umgebung Energie zu gewinnen. Solarenergie generiert 60% der Wärme. Wärmepumpen benötigen nur zu 1/4 oder 1/5 Strom, der Rest wird aus der Umgebung gewonnen.
Kontaktieren Sie uns

 

Ihr kompetenter Partner
                   Wolf Handels GmbH